Ich werde immer unabhängiger

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Affirmationen - ein Wort, mit dem ich nie viel in Verbindung gebracht habe, bis ich einiges darüber gehört und lesen habe. Das machte mich so neugierig und ich beschloss, Affirmationen für mich, an mir auszuprobieren.

Aus persönlichen Gründen wahlte ich den Satz Ich werde immer unabhangiger. Ich begann damit, mir den Satz aufzuschreiben und ihn laut aufzusagen und zu denken. Am ersten Tag war ich voller Elan, am zweiten Tag auch noch, doch am dritten Tag begannen die Zweifel und die Skepsis in mir laut zu werden. "Bin ich wirklich unabhangig" bzw. "Kann ich mich von allen Zwangen, denen ich mich ausgesetzt sehe tatsachlich lösen?"

Diese Skepsis wurde mit jedem Sprechen und Denken des Satzes größer. Am vierten und fünften Tag habe ich den Satz nur noch selten gesagt oder gedacht, sondern ihn weg geschoben, wohl weil ich zu feige war mich zu konfrontieren. Wieso war es mir nicht möglich, diesen Satz dauerhaft zu "speichern", wieso sind die Widerstande so groß? Um weiterzukommen habe ich den Satz leicht abgeandert in "Ich werde von Tag zu Tag unabhangiger". Doch auch dies produzierte die bekannten Widerstande.

Ich vermute es hangt damit zusammen, dass die von mir gewahlte Affirmation für den Moment einfach (noch) nicht passt, eine Nummer zu groß ist für mich. Diese Erfahrung hält mich jedoch nicht davon ab, an die Wirkung von Affirmationen zu glauben. Ich werde mir nun einen Satz suchen, der sich für mich wirklich gut anfühlt, der zu mir passt. Ich starte eine neuen Versuch, über dessen Ausgang ich hier wieder berichten werde.

U.F. 09.Juli 2006


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