Ich mache aus jedem Tag einen guten Tag

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Ich habe den Spruch Ich mache aus jedem Tag einen guten Tag ausgewählt.

Ich sage die Affirmation ziemlich häufig am Tag. Laut, wenn ich alleine bin, in Gedanken, wenn ich nicht alleine bin. Dabei balle ich meistens die Faust und muss auch meistens lächeln. Wenn ich die Affirmation sage, stelle ich mir vor, was ich an diesem Tag an Kleinigkeiten machen oder unternehmen könnte, damit der Tag gut wird. Oder ich nehme mir bewusst vor, mich nicht durch Ärgernisse runterziehen zu lassen, damit ich dann entspannt ins Bett gehen kann. Es ist ein tolles Gefühl, sich auszumalen, wie ich den Tag für mich gestalten kann.

Die ersten beiden Tage war es noch sehr schwierig, mich darauf einzulassen. Erstens, weil es mir seelisch überhaupt nicht gut ging und die Affirmation irgendwie Druck ausübt. Zweitens, weil ich mir irgendwie lächerlich vorkam. Ich habe mich dann ein paar mal vor den Spiegel gestellt und mir in die Augen geschaut, wenn ich die Affirmation gesagt habe, um mir selbst klar zu machen, dass ich das ernst meine und durchziehen will.

Ich sage die Affirmation mittlerweile seltener, ca. 3x am Tag. Das liegt wohl daran, dass es mir gerade sehr gut geht, sowohl beruflich als auch privat.

Ich sage, die Affirmation schon seit einigen Tagen gar nicht mehr. Hin und wieder denke ich noch an diese Sache. Dann kommt mir der Spruch überflüssig und wie Hohn vor. Es klappt einfach nicht, nur mit Hilfe eines Spruches ein Leben oder Gedanken zu ändern. Ich bin von mir enttäuscht, weil ich nicht willensstark genug dazu bin.

Dennoch bin ich sicher, dass diese Methode anderen Menschen bestimmt helfen kann. Mir jedoch nicht.

Die Affirmation sage ich nur noch, wenn ich mal wieder im Internet bin und an Ihre Seite denke, und dann auch nur halbherzig. Insgesamt gesehen, hat die Affirmation bei mir nichts geändert. Es gab gute und schlechte Phasen.

Für mich war es ein Experiment, das fehlgeschlagen ist.

C. 20. September 2006


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