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Der situative Affirmationstyp

In bestimmten Situationen verfallen wir immer wieder in ähnliche Ängste. Alte Schwächen holen uns ein und bestimmen unser Verhalten allzu schnell.
Sie möchten das nicht mehr? Dann sagen Sie sich selbst ein "STOP" in dieser Situation, handeln Sie nicht wie gewohnt, sondern bemerken Sie, was da gerade mit Ihnen passiert. Werden Sie sich der Situation bewusst.

Ein Beispiel:
Sie gehen nicht gerne ans Telefon. Aus irgendwelchen Gründen fühlt sich das nicht gut an für Sie, es ist Ihnen unangenehm, so dass Sie häufig einfach gar nicht ran gehen. Viel lieber aber würden Sie locker einfach den Hörer in die Hand nehmen und sich selbstbewusst melden.

Um Ihr Verhalten zu verändern, könnten Sie Folgendes tun: Zunächst einmal genauer erspüren, wo diese Abwehr und Unlust herkommt und danach das formulieren, was diese Unlust verändern kann: Was brauchen Sie, um der Ursache für diese Unlust etwas entgegensetzen zu können?
Weiter ist es sehr hilfreich, sich genau vorzustellen, wie Sie sich fühlen möchten, wenn das Telefon klingelt. Tauchen Sie ein und lassen Sie das neue, gewünschte Gefühl in sich aufkommen und verbinden Sie es mit dem Bild, wie Sie den Hörer in die Hand und das Gespräch annehmen. Entlassen Sie das alte Gefühl - es mag ja früher einmal durchaus seine Berechtigung gehabt haben - und zeigen Sie ihm, dass es nicht mehr gebraucht wird. Jetzt ist es überlebt, es ist nicht mehr angemessen. Visionieren Sie also Ihr neues Verhalten, bringen Sie in klaren Worten zum Ausdruck, was Sie zukünftig tun wollen und formulieren Sie - in der Gegenwartsform - eine unterstützende Affirmation.

Welche Affirmation Sie unterstützen kann, hängt völlig davon ab, wo dieses ungute Gefühl herkommt:
- Ist es Angst?
- Ist es Verlegenheit?
- Ist es eine schlechte Erfahrung?
- Ist es Unsicherheit beim Sprechen?
Setzten Sie sich mit Ihrer Schwierigkeit auseinander und finden Sie für sich selbst heraus, wie sie Ihnen früher gedient hat, Sie vielleicht geschützt hat, oder ob sie einfach nur unbewusst immer mehr die Regie übernommen hat. Machen Sie sich jetzt bewusst, ob Sie dieses alte Verhalten noch brauchen, oder ob Sie es nun langsam ersetzen können durch eine andere Denkweise, ein neues Gefühl zu der alten Situation und schließlich durch ein neu erlerntes Verhalten.

Die Ursache für das alte Verhalten darf nicht außer acht gelassen werden. Es genügt nicht, einfach nur ein neues Verhalten "zu wünschen". Sie brauchen auch die innere Überzeugung und das Vertrauen, dass das alte Verhalten wirklich nicht mehr nötig ist und Sie es getrost loslassen können. Die Veränderung findet in dem Maße statt, wie Sie sich selbst vertrauen und glauben, Altes loslassen und Neues umsetzen zu können.

Eine bestimmte Situation fordert Vision und Affirmation heraus. Bleiben Sie achtsam für sich, nehmen Sie die Herausforderung an und probieren Sie allmählich IHR neues Verhalten aus. Nähern Sie sich langsam der Vision und dem Inhalt Ihrer Affirmation. Geben Sie sich die Zeit, die die gewünschte Veränderung braucht und achten Sie gut auf sich: Bleiben Sie im Einklang mit sich selbst.



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"Nur die Weisesten und die Dümmsten können sich nicht ändern."
(Konfuzius)