Selbstsuggestion stärkt
Das Wiederholen von Affirmationen gehört zu dem Verfahren der Autosuggestion. Dort wird mit Worten und Visionen eine innere Vorstellung erzeugt, die immer tiefer wirkt und sich schließlich internalisiert. So kann das autosuggestiv verstärkte Potenzial schließlich von innen heraus wirken.
Wesentlich ist der Inhalt: Sie verbinden sich mit einer positiven Seite in sich selbst. Sie verstärken den Kontakt zu vorhandenen Gefühlen, Fähigkeiten, Wünschen, und so weiter. Dies formulieren Sie in einen positiven Satz und wiederholen diesen, ähnlich einer Gebetsmühle. Die Wiederholung hinterlässt ihre Spuren, Sie tricksen Ihr Unterbewusstsein einfach ein bisschen aus. Das muss erlaubt sein, denn es ist zu Ihrem eigenen Besten!
Sie suggerieren sich den Inhalt so häufig, dass das Gehirn irgendwann aufhört darüber nachzudenken. Sie verbinden sich innerlich mit dem "guten Gefühl", so dass anderer innerer Widerstand aufgegeben werden kann. Inhalt und Bedeutung des wiederholten Satzes machen sich im Inneren breit, nehmen immer mehr Raum ein und führen zu neuen Überzeugungen - in Kopf, Herz und Unterbewusstsein.
Mit dem einfachen Ritual der täglichen Wiederholung von Affirmationen kann sich Denken in einem positiven Sinne verändern. Das Denken wird langsam zu einer inneren Erfahrung, die zunehmend für Sie arbeitet und als neuer Glaubenssatz wirkt.
Affirmationen wirken, wenn Sie mit den Gesetzen der Menschlichkeit und des Kosmos im Einklang stehen. Sie wirken, weil wir uns auf eigenes, menschliches Potenzial beziehen. Sie unterstützen uns, weil wir an diese universellen Kräfte glauben.
Weil wir an etwas glauben, wird es möglich. Das ist kein "Wunder", sondern eine natürliche Folge: Die Fähigkeit, die wir uns wünschen, ist da. Wir konzentrieren uns darauf und der Gedanke wird zum vorauseilenden Boten der Taten und Ereignisse. Achtsam und aufmerksam halten wir im Gewahrsein, was sich schließlich erfüllt.
Affirmationen anwenden heißt auch, Mut zur Tat zu entwickeln. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt - die täglichen positiven Sätze bringen etwas in Fluss, das sonst zu versickern droht. Die eigenen Gedanken sind wie der kraftvolle Fluss, der sich seinen Weg zum Ziel sucht!
Was wir ausstrahlen, das kehrt zu uns zurück. Gedanken sind Energie, die wir auch in unsere Umwelt abgeben, und auf die wir Reaktionen bekommen. "Jedem geschieht nur nach seinem Glauben", sagt Umberto Eco, und spielt damit auf Resonanzen zwischen Menschen und Umwelt an. Wir senden Gedanken aus, die energievoll sein können und etwas auslösen. Wissenschaftliche Erklärungsmodelle aus diesem Bereich sind noch sehr umstritten. Aber ich meine, man kann auch auf Dinge vertrauen, die man nicht voll und ganz versteht und es macht Sinn, auch Wünsche zu formulieren, ohne eine Vorstellung davon zu haben, wie und wann sie in Erfüllung gehen. Das sollte man getrost den unbekannten Kräften des Universums überlassen. Schließlich lässt sich die Erfüllung eines Wunsches nicht einfordern - was aber am Wünschen selbst nicht hindern soll.
Die Wirksamkeit von Affirmationen hängt nicht alleine von unserem Glauben ab, aber ohne unseren Glauben ist nichts möglich. Glauben wir nicht, blockieren wir uns selbst. Es lohnt sich, sich mit jedem Widerspruch zwischen einem positiven Gedanken (Inhalt der Affirmation) und unserem negativen, behindernden Gefühl dazu auseinanderzusetzen.
In der Auseinandersetzung mit den eigenen Blockaden liegt eine große Chance zu persönlichem Wachstum.
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"Es gibt keinen Fahrstuhl zum Glück. Man muss die Treppe nehmen."
(Nosrat Peseschkian)


